„Best of seven“: Härteste und fairste Form der Auslese

Dieser Text erschien auch als Kolumne in der Eishockey- News Ausgabe vom 18. März 2014

Diesmal werden die Bärte richtig lang werden, denn davon haben wir doch lange geträumt: Alle Play-Off Runden im Best of Seven. Die Härteste und ehrlichste Form der Auslese, hier kommt keiner glücklich weiter. So traurig der Grund dafür ist, dass wir die Zeit dafür haben, nämlich das Olympia Desaster der Nationalmannschaft, so gut ist das für die Attraktivität der Liga.

Vor allem ist das Vorgeplänkel vorbei. Auch wenn die Pre-Play-Offs über die volle Distanz gingen und so spannend und überraschend wie nie waren Sie haben mich nicht wirklich begeistert. Die Intensität ab dem Viertelfinale ist eine andere. Ich warte darauf, dass man Spannung so definiert, in dem man die Plätze 9-14 der DEL mit den besten Teams der DEL2 verzahnt, aber das ist eine andere Geschichte.

Die Serie, die mich am meisten interessiert, ist natürlich Mannheim gegen Köln – DAS Traditionsduell der Liga. Eine so große und langjährige Rivalität, so viele Geschichten, bis hin zum Duell der beiden Ex-Bundestrainer Hans Zach und Uwe Krupp. Mir ist egal, wer weiterkommt – Hauptsache sieben Spiele….

Ohnehin gibt es für mich nur in einer Serie trotz der Ergebnisse aus Spiel 1 keinen klaren Favoriten. Dabei werden die Freezers trotz aller Beteuerungen froh sein, dass Meister Berlin draußen ist – aber den wenigsten Druck hat natürlich Iserlohn

Play- Offs ohne den Meister, ohne die Eisbären. Eigentlich unglaublich – der Schlussatz dieser Kolumne hätte sonst gelautet: Schreib niemals die Eisbären ab. Jetzt ist Rasierschaum in Berlin wahrscheinlich so knapp wie noch nie im März…

In diesem Sinne: Viel Spaß allen und schöne, lange Play-Offs!